Numbered (DOK, OmU, 2012): Filmscreening & Gespräch
Oct
5
7:00pm 7:00pm

Numbered (DOK, OmU, 2012): Filmscreening & Gespräch

Der israelische Dokumentarfilm begibt sich auf die Spur der Zahlen, die KZ-Häftlingen auf die Unterarme tätowiert wurden. Auschwitz-Häftlingen wurden Seriennummern auf den linken Arm tätowiert. Schätzungsweise 400.000 Zahlen wurden in Auschwitz und dessen Nebenlagern tätowiert, nur einige tausend Überlebende sind heute noch am Leben. Numbered ist eine emotionale filmische Reise durch Zeugenaussagen und Porträts von diesen Überlebenden. Der Film dokumentiert die dunkle Zeit und die Bedeutung, die diesen Tattoos zugeordnet wurde und wird. In der Tat ist der Protagonist der Geschichte die Zahl selbst, wie sie sich entwickelt und von 1940 bis heute zu einem persönlichen und kollektiven Symbol wurde. Diese Narben, die zuerst einstimmig und anonym wirken, offenbaren sich als vielfältig, aufschlussreich und voller Leben.

Gemeinsam mit dem Simon-Dubnow-Institut

Eintritt: 4/3 Euro

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Trauertattoo - Unsere Haut als Gefühlslandschaft: Buchvorstellung und Gespräch
Oct
24
7:00pm 7:00pm

Trauertattoo - Unsere Haut als Gefühlslandschaft: Buchvorstellung und Gespräch

Ein Name, den man nie vergessen will. Ein Datum, das immer bleibt. Weil sie sich für immer an eine geliebte, verstorbene Person erinnern wollen, lassen sich viele Menschen in ihrer Trauer ein Tattoo stechen. Über 100 Menschen folgten dem Aufruf der Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth und der Trauerbegleiterin Katrin Hartig. Durch Interviews und Bilder gelingt es den beiden, individuelle Geschichten und gemeinsame Beweggründe für diese besondere Art von Tätowierung herauszufinden. Die Ergebnisse ihrer Bemühungen erzählt neben dem Buch auch die Wanderausstellung „Unter die Haut“.

Gemeinsam mit Trauernden spricht Frau Hartig über das gesamte Projekt.

Eintritt: 4/3 Euro

 

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GRASSI Talks: now!
Nov
1
7:00pm 7:00pm

GRASSI Talks: now!

In dieser Reihe reagiert das Museum kurzfristig auf aktuelle gesellschaftliche, politische und kulturelle Ereignisse, auf Themen wie Flucht, Migration, Globalisierung, demografischer Wandel oder Digitalisierung. Jeden ersten Mittwoch im Monat. Aktuelle Veranstaltung unter www.mvl-grassimuseum oder auf facebook.com/mvlgrassimuseum.

Eintritt frei

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Fotoshootings – Knasttattoomaschinen bauen – Graffiti-Workshop
Jul
9
3:00pm 3:00pm

Fotoshootings – Knasttattoomaschinen bauen – Graffiti-Workshop


Zeig deine Tätowierungen und Piercings im meyouwedo auf dem Johannisplatz und werde mit der Geschichte hinter deiner Körperkunst ein Teil des „Living Archive“! Freiluft-Shootings mit Fotograf Benjamin Pohle. Workshops mit begrenzter Teilnehmerzahl: Knasttattoomaschinen bauen mit Torsten Illner und Andreas Theile und Graffiti-Workshop mit Skor72. Beats von Rufus Grime & Shape (Vary – Café und Recordstore, Leipzig).
 
Voranmeldung für die Workshops unter: grassi-tattoo@skd.museum
Eintritt frei / empfohlen ist eine Spende für Material
 
http://meyouwedo.de/
http://www.benjaminpohle.com/
 
http://skor72.bigcartel.com/
 
https://soundcloud.com/thisisshape
https://soundcloud.com/remarkakarufusgrimes

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Fotoshooting / Talk
Jun
29
7:00pm 7:00pm

Fotoshooting / Talk

Unser temporäres Fotostudio hat geöffnet: Zeig deine Tätowierungen und Piercings und werde mit der Geschichte hinter deiner Körperkunst ein Teil des „Living Archive“!

Special Guest: Mark Benecke, Kriminalbiologe, Politiker und Mitinitiator des Vereins ProTattoo e.V.

Shootings mit Fotograf Nick Putzmann

Könnt ihr nicht zu den Shootings kommen? Dann schickt doch eure Fotos und Geschichten an: grassi-tattoo@skd.museum

 

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Wave-Gotik-Treffen
Jun
3
2:00pm 2:00pm

Wave-Gotik-Treffen

Live Tattoo-Session & Tattoo Tombola
mit Marie und Fraudi (Alte Fleischerei - www.alte-fleischerei.com )

14:00 Uhr "The Evolution of Body-Suspension" Gespräch mit dem Suspension-Künstler
Florian Pufky

16:00 Uhr "Tattoo, Ornament und Verbrechen der Kunst am Körper & Körperkunst in der Moderne" Vortrag von Leon Doorlag (Kunsthistoriker) über Adolf Loos (1870-1933) und Körperkunst

Fotoshooting mit:

Antje Kröger (www.antjekroeger.de) & Marcus Engler (www.marcusengler.de)

 

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Ethnologie in der DDR
Jun
1
7:00pm 7:00pm

Ethnologie in der DDR

Zwei Deutschlands: Ethnologische Museen und (post)koloniale Geschichte(n) in Ost und West

Der Ethnologe Philipp Schorch (Universität München) stellt sein Forschungsprojekt vor, das sich mit dem Leipziger Grassimuseum für Völkerkunde und dem Ethnologischen Museum Berlin sowie der Beziehung zwischen beiden Institutionen zwischen 1945-1990 befasst.

Eintritt: 4/3 €

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Mission und Sklaverei: Die Herrnhuter Brüdergemeine in der Karibik
May
27
7:00pm 7:00pm

Mission und Sklaverei: Die Herrnhuter Brüdergemeine in der Karibik

Die Herrnhuter Brüdergemeine begann 1732 auf der dänischen Karibikinsel St. Thomas ihre weltweite Missionstätigkeit. Der Historiker Jan Hüsgen (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) spricht über das Spannungsverhältnis zwischen Missionierung und Sklaverei. Er legt den Fokus dabei auf den eigenen Sklavenbesitz der Brüdergemeinde und hinterfragt das von der Missionshistoriographie gezeichnete Bild einer "milden" Sklaverei.

Eintritt: 4/3 €, für Kirchentagsteilnehmer*innen Eintritt frei

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Swing & Fotoshootings
May
21
4:00pm 4:00pm

Swing & Fotoshootings

Internationaler Museumstag

Unser temporäres Fotostudio hat geöffnet: Zeig deine Tätowierungen und Piercings und werde mit der Geschichte hinter deiner Körperkunst ein Teil des „Living Archive“!

Vortrag & Tanzperformance mit TiPSY HOpPERSMusik + Musik mit DJane Swingin' Swanee (http://www.swinginswanee.de/).

Shootings mit Fotograf Mo Zaboli

 

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Ethnologie der DDR
May
11
7:00pm 7:00pm

Ethnologie der DDR

Der sowjetische Einfluss auf die Ethnografie der DDR

Kustodin Marita Andó (Grassimuseum) zeigt die Schwierigkeiten auf, sich als Ethnologin der DDR in einem Spannungsfeld zwischen "westlichen Theorien" und wissenschaftlichen Konzepten sozialistischer Bruderstaaten zu bewegen.

Eintritt: 4/3 €

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Museumsnacht: Zeig Dich!
May
6
5:05pm 5:05pm

Museumsnacht: Zeig Dich!

Live Musik von und mit Yalla Deluxe/ Habet Azzawi & 13 Syndrome Duo / Taschenlampenführung mit Alexei Vancl (Theatre FIGURO) / Körperbemalung / Experimentell akustisches & elektronisches Ambient / Musik-Kollektiv Hypnosezentrum Grauland / Friedhofsführung im Fackelschein / Bar & Café

Showtime & Shootings mit Fotograf Mo Zaboli

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Fotoshooting / Talk
Apr
27
7:00pm 7:00pm

Fotoshooting / Talk

Unser temporäres Fotostudio hat geöffnet: Zeig deine Tätowierungen und Piercings und werde mit der Geschichte hinter deiner Körperkunst ein Teil des „Living Archive“!

Special Guests: 2 CALAVERAS TATTOO TRAVELERS Kathy&Sebas aus Venezuela, die ihre gemeinsame Reise durch Europa auf Instagram dokumentieren.

Shootings mit Fotografin Antje Kröger (http://www.antjekroeger.de)

 

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Vom Zeigen und Schauen im ethnologischen Museum
Mar
26
11:00am11:00am

Vom Zeigen und Schauen im ethnologischen Museum

Rahmenprogramm zur Ausstellung
"Vom Zeigen und Schauen - Objekt-, Display- und Reisefotografie im GRASSI Museum für Völkerkunde"

Was wird gezeigt, wie wird es gezeigt, warum wird es auf diese Weise gezeigt und was löst dies bei den Betrachtenden aus? Im Rahmen der Ausstellung "Vom Zeigen und Schauen" nähert sich die Veranstaltungsreihe den institutionellen Zeigegesten und Sehgewohnheiten im Museum aus unterschiedlichen Perspektiven. Am Anfang dieser Untersuchung stehen die Fragen, wie Blickrichtungen durch verschiedene Displayformate in ethnologischen Museen vorgegeben werden und welche Hierarchien dies produziert. Wie wirken sich museale Inszenierungsformen auf die Deutung kultureller Zusammenhänge und die Einordnung der gezeigten Objekte und Materialien aus?

Im Laufe eines Tages werden Positionen, Begriffe und Strategien, die das Zeigen und Schauen im Museum betreffen, mit unterschiedlichen Methoden und aus wechselnden Blickwinkeln befragt. Dazu werden KüstlerInnen und KuratorInnen eingeladen, sich den komplexen Beziehungen zwischen Blick, Objekt, Display, Wissenschaft und Vermittlung im Kontext der institutionellen, ethnologischen Ausstellung zu nähern und diese aus ihrer Praxis heraus zu reflektieren.

Die Veranstaltungsreihe umfasst verschiedene Formate - eine dialogische Führung mit der Fotografin Karin Wieckhorst, eine Performance in der Ausstellung und eine offene Diskussionsrunde zum Abschluss -die jeweils einzeln oder im Block besucht werden können.

PROGRAMM

11-12.30 Uhr
Dialogische Führung mit der Fotografin Karin Wieckhorst

14-15.30 Uhr
Performance in der Ausstellung (Künstlerin TBC)

16-18 Uhr
Diskussion und Publikumsgespräch mit Nanette Snoep (Direktorin, Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsens), Margareta von Oswald (CARMaH/ HU Berlin) und Peggy Piesche (Uni Bayreuth)

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LEIPZIG LIEST im GRASSI
Mar
25
7:00pm 7:00pm

LEIPZIG LIEST im GRASSI

Die Deutschen und ihre Kolonien

Die Herausgeber Horst Gründer und Hermann Hiery stellen ihr Überblickswerk vor. Vor über 100 Jahren besaß Deutschland ein Kolonialreich, das von Togo in Westafrika bis zu den Inseln Samoas im Pazifik reichte. Dieses Buch erzählt die Geschichte der deutschen Expansion von den Anfängen im 17. Jahrhundert bis zu ihrem Ende im Ersten Weltkrieg. Dabei nehmen die Autoren die politischen Hintergründe ebenso in den Blick wie die praktischen Auswirkungen der deutschen Herrschaft auf die Bevölkerung vor Ort.

Gemeinsam mit dem be.bra Verlag
Eintritt: frei

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Kick off: GRASSI invites #4: Tattoo und Piercing - Die Welt unter der Haut
Mar
17
7:00pm 7:00pm

Kick off: GRASSI invites #4: Tattoo und Piercing - Die Welt unter der Haut

Teil 1 - Showtime
Kick off: Fotoshooting und Tatwalk

Du gehörst ins Museum! Unter diesem Motto lädt das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig im vierten Teil der Reihe "Grassi invites" alle ein, die in einem "Living Archive" ihre persönlichen Geschichten hinter ihren Tattoos und Piercings teilen möchten. Durch Aufnahmen in einem temporären Fotostudio wächst dieses lebendige Archiv.

Ab 19 Uhr: Tatwalk

Choreographie: Carolin Gerlach

Kollektion: Bettina Kletzsch (http://www.bettinakletzsch.com)

und Musik von ArYstan (https://soundcloud.com/arystanliveloops)

Den ganzen Abend : Shootings mit Fotograf Hong Thai

(https://www.instagram.com/onkelhong/)

 

 

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VORTRAGSREIHE: (Un)-sichtbar?! - Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaften
Mar
14
7:00pm 7:00pm

VORTRAGSREIHE: (Un)-sichtbar?! - Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaften

#5: Koloniale Spuren im Stadtbild

Zu Gast:
Joshua Kwesi Aikins, Politologe und Trainer im Bereich der politischen Bildung mit Fokus auf die De/Kolonialität des öffentlichen Raumes
Marcus Stoever und Sophie Yume von der AG Postkolonial Leipzig

In der letzten Veranstaltung dieser Reihe geht es um die Frage, wie mit den noch sichtbaren Spuren der kolonialen Ära im Stadtbild umgegangen werden kann. Welche Bedeutung hat das Erinnern? Was wird benötigt um auch in Deutschland und speziell in Leipzig ein postkoloniales Gedächtnis zu verankern? Dabei sollen Beispiele einbezogen werden, die weit über Leipzig hinaus weisen - Beispiele der unzähligen vergangenen Debatten, Auseinandersetzungen und Kämpfe um die kritische Auseinandersetzung mit kolonialen Spuren und Kontinuitäten und für eine angemessene Würdigung und Wiedergutmachung der Opfer der kolonialen Expansion. Was kann aus diesen Prozessen gelernt werden, die dazu beigetragen haben, das Thema tiefer in der deutschen Öffentlichkeit zu verankern?

Die Veranstaltungsreihe möchte zum Verständnis beitragen, warum die Aufarbeitung dieser Geschichte für die Gegenwart so wichtig ist und welche Potentiale die postkoloniale Auseinandersetzung bietet. Sie wird Zusammenhänge und Beziehungsmuster sichtbar, Perspektiven nachvollziehbar und Stimmen hörbar machen.

Eine Kooperation zwischen dem GRASSI Museum für Völkerkunde und Weiterdenken, Heinrich-Böllstiftung Sachsen.

Isabelle Reimann, Ethnologin und aktiv in der politischen Bildungsarbeit, moderiert die Podiumsdiskussionen. Sie war zuletzt Lehrbeauftragte am Ethnologischen Institut Leipzig für das Seminar "Postkolonialismus/Kolonialität".

Eintritt frei

info@weiterdenken.de
www.weiterdenken.de
www.facebook.com/weiterdenken
www.youtube.com/boellsachsen

 

 

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Exkurs in die Antarktis. Kriegsmasken und Tänze aus Neukingland
Mar
5
3:00pm 3:00pm

Exkurs in die Antarktis. Kriegsmasken und Tänze aus Neukingland

Die demokratisch legitimierte Diktatur der antarktischen Herrscherwelt Neukingland entsendet ihre Kriegs-Kulturbotschafter in die auf- und abgeklärte Finsternis Europas. Traditionelle Musik und ritueller Geistertanz mit Stülpmasken aus zwei Jahrhunderten führen in die geheimnisvolle Geschichte eines bisher isoliert lebenden Volkes ein.

Wilhelm Frederkings Künstlermuseum und Ethno Fiction zum Leben erweckt im GRASSI Museum für Völkerkunde

Mit einer pataphysischen Einführung von Kunsthistoriker Leon Doorlag.

Eintritt: 8/6 €

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GRASSI talks now!: Mut zur Maske!
Mar
1
7:00pm 7:00pm

GRASSI talks now!: Mut zur Maske!

Protestmasken sind so vielfältig wie die Gründe zu protestieren.
Die Künstlerin Eva Lechner (Istanbul) stellt verschiedene Arten von Protestmasken und ihre Zwecke vor und geht der generellen Frage nach, warum sich Menschen beim Protest einer Maske bedienen.

Kooperation mit ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. 
Eintritt frei

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VORTRAGSREIHE: (Un)-sichtbar?! - Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaften
Feb
28
7:00pm 7:00pm

VORTRAGSREIHE: (Un)-sichtbar?! - Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaften

#4: Von der Kolonialausstellung zum Menschenzoo

Zu Gast:
Jens-Uwe Fischer, Historiker und Co.-Autor des Buches "Sozialistische Cowboys. Der wilde Westen Ostdeutschlands" (2008)
Hilke Thode-Arora forscht und publiziert seit mehr als dreißig Jahren zur Geschichte der Völkerschauen. Sie ist Kuratorin für die Abteilung Ozeanien am Museum Fünf Kontinente in München
Robin Leipold, Kustos am Karl-May-Museum Radebeul

Völkerschauen waren in der Hochzeit des europäischen Kolonialismus Schaustellungen von Menschen "fremder" Kulturen, die ein Millionenpublikum erreichten und Imaginationen vom "Anderen" verfestigten. Was diesen Bildern von beispielsweise "Indianern" oder "Südsee-Bewohnern" nicht eingeschrieben ist, ist das Selbstbild der damit assoziierten Personen. In dieser Veranstaltung geht es um die Spuren der immer noch weit verbreiteten Darstellungen und Bedeutungen dieser Bilder und Praktiken des Darstellens und Ausstellens bis in unsere heutige Zeit. Wo findet postkoloniale Kritik dabei Eingang in die Diskussionen, führte und führt zu Veränderungen und wo bleibt diese aktuell und notwendig?

Die Veranstaltungsreihe möchte zum Verständnis beitragen, warum die Aufarbeitung dieser Geschichte für die Gegenwart so wichtig ist und welche Potentiale die postkoloniale Auseinandersetzung bietet. Sie wird Zusammenhänge und Beziehungsmuster sichtbar, Perspektiven nachvollziehbar und Stimmen hörbar machen.

Eine Kooperation zwischen dem GRASSI Museum für Völkerkunde und Weiterdenken, Heinrich-Böllstiftung Sachsen.

Isabelle Reimann, Ethnologin und aktiv in der politischen Bildungsarbeit, moderiert die Podiumsdiskussionen. Sie war zuletzt Lehrbeauftragte am Ethnologischen Institut Leipzig für das Seminar "Postkolonialismus/Kolonialität".

Eintritt frei

info@weiterdenken.de
www.weiterdenken.de
www.facebook.com/weiterdenken
www.youtube.com/boellsachsen

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Das zweite Gesicht - Kurzfilmabend
Feb
21
7:00pm 7:00pm

Das zweite Gesicht - Kurzfilmabend

Das zweite Gesicht

Filme sind eine großartige Projektionsfläche für verschiedene Symptome und Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Das gilt auch für die Frage nach Zugehörigkeit und Identität, die Menschen seit Jahrtausenden umtreibt. Das Kurzfilmprogramm "Das zweite Gesicht" beschäftigt sich mit diesen Themen und greift den Einsatz von Masken zur Transformation der eigenen Persönlichkeit auf. Dabei spielt Gesichtslosigkeit ebenso eine wichtige Rolle, wie das Gruppen- und Stärkegefühl, das sich über Masken und Uniformen erreichen lässt. Egal ob Superheld oder traditionelle Rituale- hinter dem Schutz der Verkleidung verhalten sich Menschen bisweilen absonderlich.

Während in "Bunny New Girl" die Maske deutlich dem individuellen Schutz in einer schwierigen Situation dient, zeigt der Animationsfilm "How long, not long!", dass durch das Verbergen des Gesichts offenbar weltweit alle Regeln der Menschlichkeit über den Haufen geworfen werden. Diese Transformation der Menschen wird in dem Film "Omote" komplett ad absurdum geführt, in dem durch Real Face Tracking Computerbilder die Maske spielerisch ersetzen. Was bleibt, ist die Veränderung der menschlichen Identität bis hin zur Maschine. Willkommen in der Neuen Welt.

Gemeinsam mit DOK Leipzig und kuratiert von Annegret Richter. 
Im Rahmen der Sonderausstellung Masken!
Eintritt 4/3 €

Filme:
Bunny New Girl
Natalie van den Dungen, 2010 Australia, 6:00 min, Spielfilm
Das neue Mädchen in der Klasse will nicht gesehen werden. Deshalb sie trägt eine Hasenmaske. Zum Glück lassen die anderen Kinder sie nicht allein mit ihren Ängste und Unsicherheiten.

Maskerade
Ferdinand Engländer, 2010, Deutschland, 4:00 min, Animationsfilm
Wie jeder Mensch schlüpft auch Otto N. über den Tag in viele verschiedene Masken und Rollen. Wir begleiten ihn durch seinen Arbeitsalltag und beobachten das Maskenspiel des Alltags. Die Liebe vermag es schließlich N. zu entblättern.

Alles Super
Ralf Beyerle, 2013, Deutschland, 23:00 min, Spielfilm
Bei Thomas läuft es nicht rund. Er hat keinen Job, die Beziehung mit Anja steckt in der Krise und überhaupt ist das Leben wahnsinnig kompliziert. Doch er lässt sich nicht unterkriegen: Als Superheld rettet er Tag für Tag die Welt - ob sie will oder nicht.

Xicht
Cornelius M. Heinzer, 2010, Schweiz, 3:37 min, Animationsfilm
Die Hauptperson im Film hat kein XICHT. Das führt zu Irritation bei den anderen Wartenden am Bahnsteig und zu einem offenen Konflikt mit unerwartetem Ausgang.

Rougarouing
Michael Palmer, Donal Mosher, 2013, USA, 11:00 min, Dokumentarfilm
Die Rougarous sind im Süden der USA fester Bestandteil der Cajun- Folklore. Als gruselige Fabelwesen verkleidet erschrecken sie zu einer bestimmten Jahreszeit die Mitmenschen und halten ausschweifende Rituale ab. Der Film zeigt ein wildes nicht ganz ungefährliches Treiben, bei dem der Zuschauer zwischen Faszination und Ängstlichkeit hin und her gerissen wird.

How long, not long
Uri und Michelle Kranot, 2015, Dänemark, 5:50 min, Animationsfilm
Eine visuelle Reise, die uns herausfordert, über unsere universelle Zugehörigkeit nachzudenken, ohne Einschränkung auf eine Stadt, eine Region oder Landesgrenzen. Wir leben im Zeitalter von Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Intoleranz. Die Masken unterscheiden sich- die Gewalt bleibt.

Omote
Nobumichi Asai, 2014, Japan, 2:30 min, Experimentalfilm
Omote ist das japanische Wort für Gesicht oder für Maske. Nobumichi Asai verfolgt die technologischen Möglichkeiten des Projection Mapping, indem er eine Maske - oder ein neues Gesicht - über das des Models legt.

 

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VORTRAGSREIHE: (Un)-sichtbar?! - Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaft
Jan
31
7:00pm 7:00pm

VORTRAGSREIHE: (Un)-sichtbar?! - Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaft

#2: Koloniale Spuren im Alltag

Zu Gast: Sebastian Garbe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen und Katharina Oguntoye, Autorin und Projektleiterin JOLIBA - Interkulturelles Netzwerk Berlin e.V.

Kooperation mit Weiterdenken, Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Eintritt frei

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